„Denn wer weiß nicht, daß die Unkenntnis der Vergangenheit (es ist diese, über die ich in diesem Teil schreibe, entweder niemanden oder nur wenigen in der Stadt bekannt) oft zu großen Irrtümern in der Gegenwart führt und daß aus Irrtümern Streitigkeiten und Haß und daraus viele andere Übel entstehen? Diesen scheint der abzuhelfen, der von den früheren Ereignissen das Dunkel nimmt und ihre Kenntnis den Menschen wieder vermittelt.“
(Ubbo Emmius, 1598, Bd. 2, S.161)   



Unser Auftrag ist es, mit dem Museum das kulturelle Angebot in Aurich zu stützen. Maßgeblich beteiligt sind wir an der Auricher Kulturmeile. Kulturelle Kooperationen pflegen wir in der gesamten Region. Unseren Besuchern bieten wir ein verlässliches Angebot. Unsere Impulse empfangen wir im Dialog zwischen Besuchern, ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeitern. Gemeinsam erfüllen wir unseren Auftrag im Einvernehmen mit Politik und Verwaltung.

Unser Ziel ist es, über Einsichten in Geschichte und Strukturen die Beziehungen zwischen der Stadt mit ihren Ortsteilen, der Region und ihren Menschen zu intensivieren und zu einem wirkungsvolleren Miteinander beizutragen. Grundlage ist ein gemeinschaftliches Interesse an der Geschichte und ihrer musealen Umsetzung. Ausgestattet mit haupt- und ehrenamtlichem Fachpersonal ist das Museum Forschungs- und Dokumentationsstätte für regionale und lokale Geschichte. Die Optimierung durch neue Exponate und eine weitere qualifizierte Fachkompetenz sind Leitlinien für die nächsten Jahre.

 

Unsere Sammlung bauen wir gezielt im Dialog mit Gebern und Zeitzeugen auf. Das Sammlungskonzept haben wir im Museumsverbund Ostfriesland abgestimmt. Ankäufe dienen dazu, unser hier gewähltes Profil zu schärfen. Wir sammeln Kulturgüter mit Geschichte(n). Alltags-, Frauen- und biografische Geschichten finden Beachtung.

Unsere Ausstellung vervollständigt das Bild von der ostfriesischen Geschichte. Sie erklärt, was sich hinter der Friesischen Freiheit des Mittelalters verbirgt. Wir erzählen von ostfriesischen Häuptlingen, Grafen und Fürsten, europäischen Königen und Deutschen Kaisern. Die beiden Weltkriege, die Weimarer Demokratie und der Nationalsozialismus werden laufend den neuesten Erkenntnissen entsprechend überarbeitet. Der älteren Generation bieten wir ein zeitgeschichtliches Forum. Unser Anspruch ist es, das örtliche Geschehen in die europäische Geschichte einzubetten und historische Aussagen verantwortungsvoll, wissenschaftlich überprüfbar und für alle verständlich darzustellen.

Unsere Gestaltung stützt die Inhalte und trägt dazu bei, unsere Ziele zu erreichen. Optische Anreize wecken Interesse. Einer Ermüdung durch immer wieder Gleiches wollen wir kreativ entgegenwirken. Unser Gestaltungskonzept setzen wir auch in den wechselnden Ausstellungen konsequent um. Wir streben ein einheitliches Erscheinungsbild an und erreichen einen hohen Wiedererkennungseffekt.

Unser Dialog mit Zielgruppen und Partnern löst den kulturellen, historischen und inklusiven Bildungsauftrag ein. Ausstellungen, Veranstaltungen und handlungsorientierte Freizeitangebote machen unser Museum zur Informations- und Begegnungsstätte. Für Schulen ist das Museum ein Lernort. Dazu pflegen wir eine institutionalisierte Zusammenarbeit. Wir fördern den Dialog der Generationen. Gezielte Angebote für ältere Menschen bilden die Grundlage für die Begegnung mit den jüngeren.